StartseiteGewaltfreie KommunikationDie vier Schritte

Gewaltfreie Kommunikation

Die Menschen handeln und agieren aus Bewusstheit unter dem Aspekt der Wertschätzung der Menschen. Dies ist eine Grundhaltung der GfK.

Die 4 Schritte in der gewaltfreien Kommunikation

Offene Aussage über mich - ohne jegliche Bewertung




Empathisch den anderen wahrnehmen




Beobachtung und Bewertung

Wenn wir eine Situation beschreiben, beschränken wir uns hierbei selten auf die reinen wahrnehmbaren Fakten. Oft ist unsere Beobachtung geprägt von eigenen Hinzufügen. Über diese „Ergänzungen“ hinaus, haben wir die Tendenz das Beobachtete zu bewerten und zu interpretieren. Dabei kommt unsere eigene Geschichte und die Relation, wie wir dem Beobachteten gegenüberstehen, mit ins Spiel.

Bei einer Beobachtung teilen wir in möglichst neutraler und sachlicher Weise mit was wir beobachten. Wenn wir die Beobachtung mit einer Bewertung, Interpretation, Verallgemeinerung, etc. vermischen, besteht die Gefahr, dass der andere dies als Angriff bewertet und in gleicher Weise reagiert. (Gegenangriff). Oder er zieht sich zurück und „denkt sich seinen Teil“.

Bsp.:

Bewertung Beobachtung
Du hörst mir nie zu! Als ich gestern mit dir sprechen wollte, hast du gesagt „ich will jetzt lieber allein sein“.
Sie kommen immer zu spät. Sie sind diese Woche dreimal 15 Minuten zu spät gekommen.
Du warst wieder mal zu faul, dein Zimmer aufzuräumen. Dein Zimmer ist sehr unordentlich, genauso wie heute Morgen.


Gefühl

Wir haben die Tendenz andere für unsere Gefühle verantwortlich zu machen. Wir nehmen Situationen, die Verhaltensweisen anderer Menschen, die Handlungen anderer Menschen zum Anlass zu sagen:

„Mit geht es……weil DU…..!“
„Mir geht es schlecht, weil du mir nie zuhörst“. „Ich bin traurig, weil du nie die Sachen machst die wir besprochen haben“. „Ich ärgere mich, weil du unsere Verabredung nicht eingehalten hast“

Nur wir können für unser Gefühl keinen anderen verantwortlich machen. „Was andere sagen oder tun, mag Auslöser für unsere Gefühle sein, ist aber nie die Ursache“(M. B. Rosenberg)

Das Gefühl liegt IMMER bei uns selbst. Die Verantwortung für das eigene Gefühl kann nicht abgegeben werden.

In der Haltung der GfK liegt die Ursache für das Gefühl immer bei uns selbst. „Mit geht es……weil ICH…..!

„Mir geht es schlecht weil ICH gerne mehr mit dir reden möchte“.
„Ich bin traurig, weil ICH gerne mehr Zeit haben möchte“. „Ich ärgere mich, weil ICH mir Sorgen um Dich gemacht habe“.


Bedürfniss

Hinter einem solchen Gefühl (Unbehagen, Traurigkeit, Ärger…) steht dabei immer ein unerfülltes Bedürfnis (z.B. das Bedürfnis nach Austausch/Kommunikation; Freizeit; Sicherheit; Zuverlässigkeit, etc.).
Das EIGENE unerfüllte Bedürfnis ist die Ursache für das JETZT präsente Gefühl. Sind wir uns schließlich über unsere Bedürfnisse im Klaren, können wir in Form einer Bitte (keine Forderung aufstellen!) in einen Austausch kommen, bei dem es um die gegenseitige Erfüllung der Bedürfnisse geht.

Bitte

Bitten formulieren – statt zu fordern
Im vierten Schritt der GfK geht es darum Bitten zu formulieren.
Der andere hat nun die Möglichkeit an der Erfüllung unseres Bedürfnisses mitzuwirken und uns zu helfen das Bedürfnis zu erfüllen.
Der andere hat die Möglichkeit diese Bitte zu erfüllen oder nicht. Wenn er sie nicht erfüllen möchte, liegt bei ihm vermutlich ein dringenderes Bedürfnis vor. Dies erfordert nun Einfühlung in den anderen. Wenn wir mit einer Bitte mitteilen, was unsere Gefühle und Bedürfnisse sind und was wir JETZT brauchen, erhöht sich die Chance auf Erfüllung der Bitte.