Stressreaktion
Stress ist ein Alarmsignal des Körpers auf eine (vermeintliche) Gefahr, ausgelöst durch ein bestimmtes Ereignis (Stressor) bekommt das Gehirn über verschiedene Wahrnehmungskanäle den Hinweis besonders viel Energie aufzuwenden, um mit der Situation zurechtzukommen. Im Gehirn werden verschiedene biochemische Prozesse ausgelöst, die den Körper in Bereitschaft versetzen mit der Belastung fertig zu werden.
Der ablaufende Mechanismus ist ein sehr komplexes Geschehen zwischendem Zentralen Nervensystemsdem vegetativen Nervensystem und dem Hormonsystem (Endokrine System).
- Zentrales Nervensystem: Gehirn und Rückenmark - Wichtigste Aufgabe: Aufnahme und Verarbeiten der von außen kommenden Reize und Regulation des Ablaufs aller Körperfunktionen zwischen den Organen und Systemen.
- Vegetatives Nervensystem: Der Sympathikus bewirkt eine Leistungssteigerung des Organismus bei Angriffs- oder Fluchtverhalten, aber auch bei außergewöhnlicher Anstrengung. Der Parasympathikus aktiviert alle Organe, die für Regeneration und Aufbau zuständig sind. Beide Gegenspieler müssen in einem abgestimmten Wechsel funktionieren, damit die Balance immer wieder hergestellt wird.
- Hormonsystem: Unsere Körperfunktionen (Organe und Systeme) müssen aufeinander abgestimmt und gesteuert werden. Diese Aufgabe übernimmt das Hormonsystem. Erreicht wird dies durch ein Zusammenspiel von dreißig Hormonen, die von den endokrinen Drüsen (Hypophyse, Schilddrüse, Nebenniere, etc.) gebildet werden.
- Neben dem Ablauf von rein körperlichen Stressreaktionen gibt es kognitive Prozesse, die in starkem Zusammenhang mit der Stressreaktion stehen.
Typische Stressreaktionen
- Kognitive Ebene: Blackout und Gedächtnisstörungen, grübelnde Gedanken, Konzentrationsmangel und Denkblockaden, Selbstzweifel, Entscheidungsprobleme.....
- Emotionale Ebene: Angst- und Panikgefühle, Ungeduld, Reizbarkeit, Nervosität, Launenhaftigkeit, übermäßiges Sorgen, Überforderung.....
- Physische Ebene: Verdauungsstörungen, Übelkeit, Sodbrennen, flaues Gefühl im Magen, weiche Knie, ungewöhnliches Schwitzen, Trockner Mund, Kloss im Hals, Herzrasen, Schwächeanfälle, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Zucken, Nägelkauen, .....
- Verhaltensebene: Hastiges, ungeduldiges Verhalten, schlechte Arbeitskoordination und Arbeitsverhalten, Verlegen oder Vergessen von Dingen, Konfliktreicher Umgang mit Menschen, Fehlender Sinn für Humor, Sinkende Produktivität, Betäubungsverhalten (Rauchen, Alkohol….).....

