Was ist Stress?
Die Bezeichnung „Stress“ wurde von dem Mediziner Hans Seyle, der dieses Phänomen als erster wissenschaftlich untersuchte, eingeführt.
Er beschreibt Stress als: „die unspezifische Reaktion des Körpers auf jede an ihn gestellte Anforderung“.
Stress ist im Grunde also „nur“ ein Spannungszustand, der sowohl positiv, als auch negativ angesehen werden kann. Stress ist eine Reaktion, die dem Menschen ermöglicht, sich schnell auf veränderte Lebenssituationen einzustellen (anzupassen). Stress bezeichnet einen Zustand, in dem sich ein Mensch befindet. Wie der Einzelne auf Stress reagiert, ist ein Zusammenspiel von Anforderungen und der persönlichen Bewertung dieser Anforderungen. Menschen können objektiv gesehen gleiche Anforderungen oder Belastung vollkommen unterschiedlich subjektiv empfinden.
Blickpunkte aus verschiedenen Wissenschaften
- Materialprüfung: Der Begriff „Stress“ kommt aus dem Englischen und wurde ursprünglich in der Materialprüfung verwendet (Anspannung und Verzerrung von Metall und Glas).
- Biologie / Medizin: Die biomedizinische Stressforschung erforscht die komplexen Antworten des Organismus auf psychosoziale Belastungen und deren Bedeutung für die Gesundheit.
- Soziologie: In der Soziologie werden Qualität und Quantität von psychosozialen Belastungen und deren Auswirkungen auf die Gesundheit untersucht.
- Psychologie: Die psychologische Forschung befasst sich mit der kognitiven und emotionalen Verarbeitung von Belastungen.
- Salutogenese (im Gegensatz zu Pathogenese): Befasst sich mit sozialen und personalen gesundheitlichen Schutzfaktoren, auf der der Einzelne bei der Bewältigung von Belastungen als Ressource zurückgreifen kann.

